Archiv der Kategorie: Lesetipp

(Weiße) Normen und Natürlichkeiten – Lesetipps

Vorstellungen von Schönheit sind weder biologisch begründet, noch entstehen sie in einem luftleeren Raum. Im Gegenteil: Sie sind immer in den jeweiligen gesellschaftlichen Kontext eingebunden und von Machtverhältnissen durchzogen. Eines dieses Machtverhältnisse ist Rassismus, der sich im Bezug auf Schönheitsnormen darin äußert, dass weiße Körper (zB helle Haut und (glatte) helle Haare) als Norm und Ideal gesehen werden. Produkte, die auf den Markt kommen, werden auf diese Körper zugeschnitten (so ist bei Concealern die Farbe “Naturell” zumeist ein helles beige/rosa), und Models werden via Photoshop (zB durch ein Aufhellen der Haut) an diese Norm angepasst.

Doch damit nicht genug. Während weißen Personen im Bezug auf ihr Styling kaum Grenzen gesetzt sind,  werden Mode- und Stylingentscheidungen von People of Color immer wieder bewertet und verurteilt. Weiterlesen

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Selfies & Riotschminke

Zum Beginn habe ich zwei Lesetipps für euch. Wer sich in der veganen Netzwelt ein wenig auskennt, erinnert sich bestimmt noch an Dani Sojasahne mit ihrem inzwischen leider so gut wie still gelegten Blog consume. be silent. die.. Die gute Nachricht: Dani ist zurück! Diesmal mit einem gemeinsam mit ihrer Schwester betriebenen Youtubechannel namens Riotschminke. Ninia LaGrande hat die beiden interviewt und was dabei rausgekommen ist, könnt ihr hier nachlesen:

Ich habe viel gelernt über Techniken und Inhaltststoffe von Kosmetika, aber durch die Bank störten mich auch ein paar Sachen: unhinterfragte Schönheitsnormen, enge Vorstellungen von Geschlecht, Heteronormativität, weiße Normativität und so weiter. Meine Schwester und ich bekamen irgendwann Lust, das gleiche zu machen, also klassische Beautyvideos zu drehen, nur eben feministisch.

Der Kanal ist noch recht jung, aber schon jetzt sehr vielversprechend!

Außerdem möchte ich euch noch einen Beitrag auf dem Blog tea-riffic ans Herz legen. Heng hat dort Ende letzten Jahres über die Bedeutung von Selfies (Selbstportraits) geschrieben:

Nicht mehr als zwei Selfies im Monat traute ich mich anfangs auf meinem Tumblr hochzuladen. Ich wollte schließlich nicht aufdringlich sein. Es steigerte sich auf ein Bild die Woche, es musste allerdings immer einen Anlass dafür geben (“Schau mal, eine neue Brille!”/”Schaut mal, mein Pyjama ist schon unsexy, oder?”/”Schau mal, ich bin richtig traurig heute!”). Ja, es dauerte bei mir ein bisschen, bis ich Begriff, dass die Existenz von mir und meinem Gesicht, sowie die Tatsache, dass wir nicht vorhaben uns anzupassen, uns nach Normen zu enthaaren, uns als Störbild aus der Idylle rar zu machen, uns unsichtbar machen zu lassen, kurz: zu verschwinden, Anlass genug sind. Ganz nach dem Motto: We’re here, we’re queer, get used to it. Fuck your beauty standards. 

Zusammengenommen findet ihr in beiden Artikeln einen Großteil der Gründe, weshalb ich Lust hatte, dieses Blogprojekt zu starten. Denn meiner Meinung nach kann es gar nicht genug feministische, vegane (Beauty-)Blogs in diesem Netz geben – und bisher gibt es noch lange nicht genug!

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